Blutegeltherapie.

Medizinische Blutegel beziehe ich aus einer Zuchtfarm, sie werden nur ein einziges Mal am Menschen angesetzt und gehen dann "in Rente".

Behandlung:

Der Biss eines Blutegels ist nicht sonderlich schmerzhaft. Sie werden oft wie "Brennsesselstiche", Insektenstiche, leichtes Ziehen oder als "Spritzeineinstich" beschrieben. Der Blutegelspeichel enthält einen einzigartigen Werkstoffcocktail aus ca. 30 verschiedenen Substanzen von denen allein eine histaminähnliche Substanz im weiteren Verlauf zu einem leichten "Heiljucken" wie bei einem "Mückenstich" führen kann. Der Therapeut sucht die zu behandelnden Stellen aus. Es werden meist mehrere Blutegel rund um die ausgewählte Stelle angesetzt. Bei Entzündungen setzt man den Egel nie in den Bereich der Entzündung, sondern immer nur in die Nähe der Entzündung. Ebenso wird man den Egel nie auf eine Vene direkt setzen. Der Saugakt kann zwischen 30 und 90 Minuten dauern. In seltenen Fällen muss der Blutegel vorsichtig entfernt werden, wenn der Saugakt zu lange dauert. Nachdem die Blutegel voll gesaugt sind – ein Blutegel kann 2-10 ml. Blut aufnehmen-lösen sie sich von alleine ab. Danach wird Ihnen ein lockerer Wundverband angelegt und Sie bekommen Verbandsmaterial für zu Hause mit. Die Nachblutung dauert noch ca. 4-6 Stunden. Man verliert dabei weitere ca. 100-150 ml Blut. Die Nachblutung ist wichtig und soll nicht vorzeitig verhindert werden

Hauptindikationen:

Erkrankungen des Bewegungsapparats: schmerzhafte Gelenkarthrosen, v.a. Knie- und Schultergelenkarthrosen, Sprunggelenkarthrosen, rheumatische Erkrankungen, Tendovaginitis z.B. „Tennisellenbogen“, „Golfarm“, Rückenschmerzen (LWS-Syndrom, Lumboischialgie, Bandscheibenvorfall, Zervikobrachialgie, SIG-Syndrom)., Knochenhautentzündung. Venöse Erkrankungen: chronische Krampfaderbeschwerden, Besenreisen-Varikosis, akute Thrombophlebitis, postthrombotisches Syndrom (mit begleitenden Stauungsschmerzen)

Sonstige Indikationen:

Herpes Zoster (Gürtelrose), akute und chronische Otitis media (Mittelohrentzündung), Hörsturz, Tinnitus, akuter Gichtanfall, Hämochromatose (als Aderlass), Wundheilungsstörungen durch postoperativen Lymph- und venösen Rückstau in der Traumatologie (z.B. Handchirurgie) und plastischen Chirurgie, schmerzhafte Muskelverhärtung (Myogelose).

Kontraindikationen:

Hämorrhagische Diathesen (vermehrte Blutungsneigung) z.B. Hämophilie("Bluterkrankheit"), sowie Blutgerinnungsstörungen durch Medikamente (z.B. Marcumar®) oder verminderten Blutplättchen (Thrombozytopenie) u.a. Hauterkrankungen an der Applikationsstelle Akute Magen- oder Darmgeschwüre Deutliche Blutarmut (Anämie, Hb unter 10 g/dl) Erheblicher Immunschwäche (AIDS, Chemotherapie, etc.) Schwere chronische Erkrankungen (Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium, langjährige Dialyse bei Nierenerkrankungen, etc.) Fortgeschrittene periphere Gefäßerkrankungen (pAVK ab Stadium III) Ausgeprägten Wundheilungsstörungen (z.B. bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus, erheblichem Übergewicht, etc.) Bekannte Allergien gegen Blutegel-Inhaltsstoffe (Hirudin, Histamin, etc.).

Relative Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen:

Bei Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloidbildung) keine Anwendung an gut sichtbaren Körperstellen Aspirin® sollte 5-10 Tage vor einer Behandlung nach Rücksprache mit dem Arzt nicht eingenommen werden

Mögliche seltene Nebenwirkungen oder Komplikationen:

Ausgeprägte Blutung (verlängerte und starke Nachblutung) Juckende Hautrötung um die Bissstellen (allergisch oder allergie-ähnlich) Wundinfektion (z.B. Erysipel) Vorübergehender Gelenkerguss, lokale Schwellung, oder regionale Lymphknotenschwellung. Pigmentstörungen, Vernarbungen an der Bissstelle, kleine Papel an der Bissstelle.

Langzeiterfolge bei Kniegelenkarthrose:

Einen ersten Einblick in die Langzeitwirkungen ermöglicht beispielsweise eine retrosektive Analyse von ca. 400 Gonarthrosepatienten (Kniearthrosepatienten) der Kliniken Essen-Mitte, die jeweils einmalig mit Blutegeln behandelt wurden. In der Nachbeobachtung zeigte sich bei 90% eine deutliche Schmerzlinderung, die in 27% der Fälle 1 bis 3 Monate, in 33 % 4 bis 9 Monate und in 26% 10 und mehr Monate anhielt. Bei 72% fand sich ein reduzierter Schmerzmittelbedarf, bei 32% länger als ein Jahr. Unerwünschte Wirkungen blieben selten, bis auf häufigen lokalen Juckreiz und gelegentlich verstärkte Hautrötungen (Spahn G, Rieckmann T, Michalsen A et al.: Long-Term results and adverse effects of leech therapy in osteoarthritis. Focus on Complementary and Alternative Medicne (FACT). 2005;10;34)

Was kostet die Blutegeltherapie?

Die Kosten der Blutegeltherapie werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Fragen Sie bitte vor der Behandlung bei Ihrer Krankenkasse nach. Die Therapie kostet 80 € plus 6 bis 7€ pro Blutegel.







Heilpraktikerin:

Tatjana Schick
Curslacker Neuer Deich 66
21029 Hamburg
Tel.: 040/33374874
Fax: 040/18198571

Sie erreichen mich:

BUS: BAB-Auffahrt Bergedorf 124, 223, 327, 4400, 8800